Wenn die Versicherung das Fitnessstudio bezahlt

Menschen, die regelmäßig Sport betreiben, sich an der frischen Luft aufhalten und fettarm ernähren, leben länger und werden nachweislich weniger oft krank. Gesundheit ist ein wertvolles Gut, das längst nicht jeder nachweisen kann. Manche gesetzlichen und privaten Krankenkassen belohnen die gesundende Lebensweise ihrer Kunden, indem sie ihnen den Besuch des Fitnessstudios und/oder die Teilnahmekosten für Sportkurse finanzieren.

Sportlich und gesund durchs Leben

fit und gesund

Gemeinsam fit werden und gesund bleiben

Viele Menschen legen sehr viel Wert darauf, sich gesund zu ernähren und fit zu bleiben.

Beinahe jeder Deutsche betreibt deshalb regelmäßig Sport. Vor allem Einwohner von Städten haben aber nicht immer die Möglichkeit, an der freien Luft zu trainieren, weshalb Fitnessstudios boomen.

Die Mitgliedschaft in einem Fitnessclub kann sich aber noch lange nicht jeder leisten. Neben den hohen Gebühren für die Einschreibung können die monatlichen Beiträge beträchtlich sein. Vor allem dann, wenn man sich nicht zu lange an ein Studio binden möchte, können pro Monat schnell um die 45 Euro fällig werden. Das ist ganz schön Geld, das viele nicht haben.

yoga im fitnessstudio

Auch Kurse wie Yoga werden in vielen Studios angeboten

Auch einzelne Sportkurse, die außerhalb eines Fitnessstudios angeboten werden, sind teuer. Zehn Unterrichtseinheiten Yoga kosten 150 Euro und mehr, Kurse, bei denen Sportgeräte verwendet werden, wie z.B. Klettern, sind meist noch teurer.

Wenn Sie eine private Krankenversicherung haben sollten Sie deshalb unbedingt nachfragen, ob diese die Kosten für die Kurse bzw. die Mitgliedschaft übernimmt.

Die Gesundheit wird gefördert

Manche gehen ins Fitnessstudio, um Kondition aufzubauen, andere um die Muskeln zu stärken, und wieder andere um Gewicht zu verlieren. Die Motivationsgründe sind vielfältig. Viele Krankenkassen übernehmen zwar die Mitgliedsbeiträge oder gewähren zumindest einen Zuschuss, allerdings werden nicht alle Argumente für eine finanzielle Unterstützung akzeptiert. Der Besuch eines Fitnesscenters oder das Belegen eines Sportkurses muss nachweislich einer Verbesserung der Gesundheit dienen. Tanzkurse und werden von einer Krankenkasse folglich nicht übernommen.

Im Fitnessstudio mit einer ausgebildeten Fachkraft trainieren

fitnesscenter

Wählen Sie ein Fitnesscenter mit Zusatzprogrammen

In manchen Fitnessstudios ist es üblich, dass auch externe Personen die Räumlichkeiten für ihre Kurse nutzen.

Ist das Ziel eine Finanzierung durch die Krankenversicherung, muss bei solchen Kursen aufgepasst werden: Nur Kurse, die von qualifizierten Fachkräften wie Sportlehrern, Sportwissenschaftlern oder lizenzierten Kursleitern abgehalten werden, können von der Krankenkasse berücksichtigt werden. Des Weiteren müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Sollten Sie noch nicht in einem Fitnessstudio angemeldet sein, lohnt es sich bei der Kasse nachzufragen, ob sie mit dem von Ihnen bevorzugten Studio kooperiert. Ist dies der Fall, ist es leichter, die Erstattung der Kosten zu beantragen. Wenn Sie bereits eine Mitgliedschaft haben, können Sie die Rechnung bei der Kasse einreichen, auch wenn sie nicht explizit mit dem Fitnesscenter kooperiert. Die Beiträge bzw. zumindest Teile davon werden meist auch dann übernommen. All dies gilt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Unterstützung für sportliche Aktivitäten im Leistungsangebot der Versicherung enthalten ist.
  • Bei Kursen muss vor Beginn nachgefragt werden, ob die private Zusatzversicherung die Kosten übernimmt, erst dann sollte der Kurs belegt werden, außer wenn Sie bereit sind, ihn selbst zu bezahlen, dann können Sie sich natürlich jederzeit dafür anmelden.
  • Damit die Krankenkasse die Beiträge für das Fitnessstudio übernimmt, müssen Sie nachweisen können, dass Sie auf die Kurse bzw. das Training angewiesen sind. Sollte Ihnen ein spezieller Kurs bzw. das Training durch einen Arzt verschrieben worden sein, um z.B. die Rückenmuskulatur zu stärken, können Sie sicher sein, dass die Krankenkasse für die Kosten aufkommen wird, sofern es ihrem Leistungsangebot entspricht.

Starke Unterschiede bei den Satzungen

mann auf ergometer

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Tarif der Ihr Training fördert

Sollte die Versicherung nicht aufgrund von bestimmten Erkrankungen oder Vorbelastungen abgeschlossen werden, sondern in erster Linie den Erhalt des aktuellen gesundheitlichen Zustandes fördern bzw. sichern, lohnt es sich, beim Abschluss auf die Zusatzleistungen zu achten. Vor allem Menschen, die lieber in einem Fitnesscenter trainieren oder unter professioneller Aufsicht Sport betreiben möchten, sollten sich informieren, was davon von der Krankenversicherung gefördert wird.

Die Satzungen können je nach Versicherung nämlich sehr stark variieren. Manche zahlen nur zweimal pro Jahr 80 Euro, andere wiederum kommen für Kosten bis zu 1.600 Euro auf. Wenn man die Angebote vorab vergleicht und durchrechnet, kann man sich sehr viel Geld sparen.

Sportlich aktive Menschen sollten sich also weniger an den Beiträgen für die Versicherung, sondern eher an den von ihr garantierten Leistungen orientieren. Aufgerechnet an den ersparten Kosten kann  die Versicherung zu einer günstigen Investition werden.

Auf br.de findet sich ein guter Artikel zum Thema: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/service/krankenkasse-fitness-kurse100.html

Welche Krankenkasse bezahlt das Fitnesscenter?

Beinahe alle private Krankenkassen bzw. Zusatzversicherungen beteiligen sich an den Kosten für Sportprogramme. Es ist schließlich in ihrem Sinne, dass die versicherte Person gesund bleibt und dadurch die Versicherung finanziell weniger in Anspruch nimmt. Die Kosten für die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio stehen in keinem Verhältnis zu einem krankheitsbedingten Aufenthalt im Krankenhaus. Natürlich wollen auch gesetzliche Krankenkassen diese Vorteile nutzen.

Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote auch auf: http://www.krankenkassen.net/krankenzusatzversicherungen.html

Beispiele von gesetzlichen Krankenkassen mit Gesundheitsförderung

Von den Vorteilen eines gesunden Menschen profitieren natürlich auch die gesetzlichen Krankenkassen, weshalb auch diese gewisse Sport- und Gesundheitsprogramme fördern. Einige Beispiele für Krankenkassen mit entsprechenden Zuschüssen sind:

  • Die AOK,
  • die DAK Gesundheit,
  • die IKK gesund plus,
  • die Deutsche BKK,
  • die BIG direkt gesund
  • etc.

Gesundheitsförderung durch die AOK

Je nach Region belohnt die AOK eine gesunde Lebensweise mit durchschnittlich 300 Euro pro Kalenderjahr. Fitnessstudios werden mit ca. 50 Euro unterstützt. Zuschüsse gibt es u.a. für:

  • Vorsorgekuren,
  • betriebliche Gesundheitsförderungen,
  • Sportkurse von Fremdanbietern,
  • Kurse in Schulen und Kindergärten,
  • Gesundheitskurse im Wohnort
  • etc.

Für eine gesundheitsbewusste Lebensweise werden neben den Hauptversicherten auch mitversicherte Partner und Kinder mit Boni belohnt.

Sportkurse im Zentrum der DAK Gesundheit

Bei der DAK Gesundheit ist die Förderung von Sportprogrammen und Kuren besonders vielfältig. Das Angebot umfasst:

  • eigene sowie Fremdkurse,
  • Gesundheitskurse im Ausland,
  • Vorsorgekuren,
  • alternative Methoden wie z.B. QiGong
  • etc.

Für Kurse im Wohnort werden jeweils 80 % der Teilnahmegebühren übernommen, bei Kindern und Jugendlichen sogar 100 %, sofern sie unter 75 € pro Kurs liegen. Für gesundheitsbewusstes Verhalten gibt es Geld- und Sachprämien.

Die IKK gesund plus in Zusammenarbeit mit Sportmedizinern

Die IKK gesund plus bezuschusst neben:

  • betrieblichen Gesundheitsförderungen,
  • Vorsorgekuren und
  • Impfungen

auch sportmedizinische Untersuchungen. Bis zu einer Höhe von 80 Euro werden die Kosten für Kurse zu 90 % übernommen. Für Kurse aus dem eigenen Programm müssen die versicherten oftmals selbst nur 10 Euro zuzahlen. Der Bonus für ein gesundheitsbewusstes Verhalten beträgt bis zu 300 Euro pro Kalenderjahr.

Fitness und Gesundheit dank der Deutschen BKK

ausdauertraining am laufband

Viele Kassen bieten Gesundheitschecks für Ihre Versicherten

Sofern die Kurskosten nicht 75 Euro überschreiten, erstattet die Deutsche BKK 95 % davon. Allerdings nur, wenn die Sportprogramme explizit der Verbesserung der Ernährung und Bewegung, der Suchtbehandlung oder dem Abbau von Stress dienen. Pro Kalenderjahr werden zwei Maßnahmen gefördert, wobei die Behandlungsfelder sich voneinander unterscheiden müssen. Bei Kindern und Jugendliche werden 100 % der Gebühren übernommen, sofern sie maximal 200 Euro betragen. Zuschüsse für Sportprogramme, die im Urlaub absolviert werden gibt es nur dann, wenn die Ausbildung des Trainers bzw. Sportlehrers den deutschen Standards entspricht. Ei9n Kooperationspartner der Deutschen BKK ist die GesundheitsWelt direkt GmbH.

Mitglieder, welche die Bedingungen:

  • regelmäßige Ausübung von Sport,
  • Nichtraucher,
  • Normalgewicht und
  • Vorsorgeuntersuchungen

erfülle, werden im ersten Jahr mit Zahlungen von 100 Euro und ab dem zweiten Jahr mit 150 Euro belohnt.

Mit der BIG direkt gesund fit bleiben

Der Name der BIG direkt gesund ist Programm. Der Zuschuss für betriebliche Gesundheitsförderungen, Vorsorgekuren oder gesundheitsbewusstes Verhalten beträgt 120 Euro, wobei pro Jahr allerdings nur ein Kurs gefördert wird. Vorsorgekuren werden mit 13 Euro pro Tag bzw. bei chronisch kranken Kleinkindern mit 21 Euro unterstützt. Das Herzstück der BIG direkt gesund ist die Prävention. Deshalb beteiligt sie sich mit dem Programm BIGtionär an Kosten für:

  • Präventionskurse wie Ernährungsberatung oder Rückenschule,
  • Gesundheitschecks und andere Vorsorgeuntersuchungen sowie explizit
  • Fitnessstudios und Sportkurse

Auch Mitgliedschaften in Sportvereinen können von den Krankenkassen gefördert werden

Viele Krankenkassen fördern also nicht nur das Fitnessstudio, sondern auch andere sportliche Aktivitäten. Sportkurse müssen also nicht unbedingt im Rahmen einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft ausgewählt werden. Mit dem Ziel, die Gesundheit und Fitness der Beitragszahler zu erhalten, wird u.a. auch Folgendes gefördert:

  • Mitgliedschaften in Sportvereinen, wie z.B. Tennisclubs oder Turnvereinen. Meist wird zwar nicht der gesamte Unkostenbeitrag erstattet, aber zumindest ein Teil davon wird übernommen.
  • Sportarten, die das Herz-Kreislauf-system stärken, werden besonders oft finanziell unterstützt. Wenn der Versicherte z.B. einen professionellen Nordic-Walking-Kurs besucht, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass er sich durch einen falschen Bewegungsablauf verletzt, was wiederum für die Versicherung von Vorteil ist.
  • Über das Fitnessstudio hinaus zahlt Ihnen die Krankenkasse eventuell auch noch Beiträge für andere Sportarten. Vorzugsweise handelt es sich dabei um Sport, der das Herz-Kreislaufsystem stärkt, beispielsweise Walking.
  • Wenn sportliche Aktivitäten vom Versicherten nachgewiesen werden können, belohnen dies viele Krankenversicherungen auch mit Bonusprogrammen oder Geld- und Sachprämien.

Mit Gesundheit werben macht auch für die Kassen Sinn

Das Gesundheitsbewusstsein und die Bereitschaft zu Sport steigen beständig. Vor allem ältere Menschen ändern oftmals ihren Lebensstil, weil sie sich dadurch nachweislich gesunder und fitter fühlen und die Lebenskräfte aktiviert werden.

Auch Krankenversicherungen reagieren auf diesen Trend, indem sie ausdrücklich mit ihren Kooperationen mit Fitnesscentern und der Bereitschaft zur Förderung von Sportarten werben. Angesichts der teilweise sehr hohen Preise für Mitgliedschaften in Sportvereinen und Sportstudios können dadurch Kunden für den Abschluss einer Versicherung effektiv gewinnen.

Die Förderung allein sollte aber nicht der einzige Grund sein, sich bei einer privaten Krankenversicherung zusätzlich zu versichern. Die eigene Gesundheit und Motivation sollte das Hauptargument bleiben, denn was bringt es, wenn die Krankenkasse den Sport bezahlt, wenn man ihn gar nicht ausübt?

Bauchmuskeltraining für den Sixpack – gezielter Muskelaufbau für den Bauch

Bauchmuskeltraining ist für die Gruppe der sportlich gut trainierten Menschen im Gegensatz zu den Übergewichtigen, die mit dem Training der Bauchmuskeln meist hauptsächlich Gewicht und Umfang am Bauch verlieren wollen, ein Weg, die Bauchmuskeln zu definieren und den beliebten Sixpack zu bekommen.

Der Sixpack ist nur durch gezielten Muskelaufbau am Bauch zu erreichen. Dabei sollte man aber auch die richtige Ernährung nicht außer Acht lassen. Auch regelmäßiges Ausdauertraining fördert das schwinden der letzten Fettreserven am Bauch und macht die dahinterliegenden Bauchmuskeln sichtbar.

Auf die Regenerationsphasen achten!

Wichtig beim Bauchmuskeltraining sind wie bei jedem anderen Muskelaufbautraining die Regenerationsphasen. Der Muskel selbst wächst während der Regenerationsphasen. Verzichtet man darauf, erzielt man ein schlechteres Ergebnis.

Übertriebenes Training kann leicht zu Verletzungen der Muskeln führen und ist kontraproduktiv. Abwechselndes Muskel- und Ausdauertraining fördert nicht nur die für den Sixpack wichtige Fettverbrennung, es hilft auch, das Training abwechslungsreich zu gestalten.

Zu viel Training kann kontraproduktiv sein

Oft werden beim Bauchmuskeltraining zu viele Wiederholungen gemacht weil man bei Situps im Gegensatz zu anderen Übungen, nicht so leicht ermüdet. Ein Satz sollte aus nicht mehr als 12-15 Situps bestehen, mit zwei bis drei Sätzen hat man die Bauchmuskeln genug gereizt. Empfehlenswert ist es auch, sich nicht nur auf die Bauchmuskeln zu konzentrieren, sondern auch die Rückenmuskulatur und die Schultern zu trainieren.

Der Sommer 2011 ist bald vorbei, aber die Strandfigur und der Sixpack für den Sommer 2012 ist mit den richtigen Tipps nur einige Monate Training entfernt.

Unsere Top 5 Tipps für den Sixpack

  1. Gezieltes Bauchmuskeltraining. Die guten alten Situps in allen Variationen. 
  2. Abwechselnd mit dem Training der Bauchmuskeln (also jeden zweiten Tag) eine Stunde Ausdauertraining .
  3. Bei der Ernährung auf weißen Zucken und weißes Mehl verzichten. Vollkorn Produkte sind die besseren Kraftspender.
  4. Viel Trinken! Nach Möglichkeit mindestens 3 Liter Wasser am Tag.
  5. MOTIVATION! Ein Trainingstagebuch führen. Jede Woche ein Foto vom eigenen Bauch zeigt die Fortschritte und spornt weiter an.

 

Achtung! Wie vor jedem Training sollte man sich auch vor dem Bauchmuskeltraining mit einem Arzt besprechen, ob man in der körperlichen Verfassung für diese Art des Trainings ist!